Gute Kampagnen im Bereich Verkehrssicherheit sind selten.

Gute Kampagnen im Bereich Verkehrssicherheit sind selten. Hier wird es aber sogar kontraproduktiv. ❌🥲

"Das Spiel deines Lebens" macht genau das Gegenteil von dem, was moderne Verkehrspolitik braucht: Sie stellt Velofahren als grundsätzlich gefährlich dar. Sich auf dem Velo sicher zu fühlen: Ein No-Go.

Vier von Schauspieler:innen inszenierte "Unfallgeschichten" suggerieren: Velo fahren = Lebensgefahr. Jede Fahrt ein Risiko. Jeder Moment eine
potenzielle Katastrophe.

Das Resultat: Menschen, die bisher Velo gefahren sind, werden verunsichert. Menschen, die anfangen wollten, lassen es bleiben. Die Kampagne erreicht das Gegenteil ihrer angeblichen Absicht (wobei – wenn die Leute gar nicht ernst Velo fahren, dann machen sie auch keine Unfälle).

Zur Erinnerung – was gemäss Suva für am meisten Velounfälle sorgt:
🥇 Schlechte Infrastruktur (Randsteine, Trottoirs)
🥈 Motorfahrzeuge (über 3000 Unfälle jährlich)
🥉 Gleisanlagen

Statt diese strukturellen Probleme anzugehen, wird mit Schauspielenden das Image vom "gefährlichen Velofahren" zementiert. Während die Schweiz eigentlich mehr Menschen aufs Velo bringen will (Klimaziele, Gesundheit, Verkehrsentlastung), produziert sie eine Kampagne, die das Gegenteil bewirkt.

Was Länder mit erfolgreicher Veloförderung machen: Sie zeigen Velofahren als normal, sicher und alltäglich. Sie investieren in Protected Bike Lanes statt in
Angstmacherei.

Fazit: Wer Velofahren fördern will, darf es nicht als Extremsport inszenieren. Diese Kampagne schadet der Veloförderung mehr, als sie nützt. Deshalb liebe
Family und Fonds für Verkehrssicherheit FVS – stellt diese Kampagne doch lieber ein.

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