Vom Betonmonster zum Velotunnel: Ein Zürcher Glücksfall🚴‍♀️

Vom Betonmonster zum Velotunnel: Ein Zürcher Glücksfall🚴‍♀️

Am 22. Mai wird Zürich den neuen Tunnel für Velofahrende eröffnen – eine zukunftsweisende Infrastruktur, die es ohne den Widerstand mutiger Bürger:innen in den 1970er Jahren nie gegeben hätte.

Statt dem Velotunnel war ursprünglich eine sechsspurige Stadtautobahn geplant war? Das berüchtigte "Expressstrassen-Y" hätte Zürich für immer vernarbt.

… wie Studierende 45.000 Unterschriften in Rekordzeit sammelten ✏️
… wie Aktivist:innen Baustellen besetzten und vor Gericht Verständnis ernteten 👩‍⚖️
… wie sich der Widerstand in der ganzen Stadt formierte 🪧
… wie die Zürcher Stadtbevölkerung sich an der Urne mehrfach wehrte 🗳️
… und wie aus einer Autobahnruine ein Symbol der urbanen Verkehrswende wurde. ✌

Diese Geschichte ist mehr als nur Lokalkolorit. Sie zeigt, wie zivilgesellschaftliches Engagement echte Veränderung bewirken kann – gerade in Zeiten der Klimakrise eine inspirierende Lektion.

Manchmal sind die grössten Erfolge die Katastrophen, die nie passiert sind. Der leere Tunnelrohbau unter dem Hauptbahnhof war jahrzehntelang ein Monument einer verfehlten Autobahnplanung. Jetzt wird er zu einem Symbol des Umdenkens.

Brauchen wir auch heute mehr Mut zum "Nein", wenn es um überholte Infrastrukturprojekte geht? Und welche vermeintlichen "Niederlagen" von heute könnten sich als Glücksfall für kommende Generationen erweisen?

In der Verkehrswende-Kolumne bei Tsüri.ch habe ich die Geschichte des Widerstands versucht nachzuzeichnen: https://tsri.ch/a/aufstand-gegen-das-asphaltmonster-mit-protesten-zum-velotunnel-zuerich-ypsilon-expressstrassen-thomas-hug-di-lena

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