Unfälle sind nicht nur Zahlen, sondern oft auch tragische Schicksale.

Unfälle sind nicht nur Zahlen, sondern oft auch tragische Schicksale. Als Verkehrsplaner fällt es mir deshalb schwer zu verstehen, weshalb die Sicherheit der Strassen meist an der Zahl der Unfälle festgemacht wird. Im Interview mit dem Beobachter erkläre ich, weshalb die subjektive Sicherheit heute zu wenig Beachtung findet.

1️⃣ 📈 Unfälle sind blanke Zahlen. Subjektive Sicherheit nur Gefühle. Damit diese Gefühle einen ähnlichen Stellenwert wie die Unfälle erhalten, müssen sie zu Zahlen werden. Eine systematische Erfassung dieser "Gefühle" hilft allen Verkehrsteilnehmenden.

2️⃣ 🏹 Druck entsteht erst, wenn sich die tragischen Schicksale ereignen. Doch eigentlich sollten Warnungen nicht erst aufgeriffen werden, wenn es zu spät ist. Plattformen wie Bikeable, VelObserver und bald Walkable versuchen hier präventiv zu arbeiten, indem sie das Wissen der
Crowd nutzen.

3️⃣ 🚗 Sicherheit auf den Strassen heisst auch, Privilegien der Autos anzugehen – denn von ihnen geht die grösste Gefahr aus. Oft werden Fahrzeitverluste im Sekundenbereich aber über
Unfallprävention gestellt.

Wir haben alle ein Recht auf sichere Strassen. Die Lösungen sind vorhanden. Jetzt braucht es noch einen Wandel darin, dass wir Strassen für alle bauen, nicht mehr nur für Autos. Danke Chantal Hebeisen für das nette Gespräch!

https://www.beobachter.ch/mobilitat/todlicher-unfall-in-hunzenschwil-ag-warum-handelten-behorden-nicht-613466
verkehrswende moveable

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