So einfach kann
Verkehrswende sein: Manchmal beginnt sie auch einfach mit einem vermeintlichen Aprilscherz.
Vor einem Jahr, am 1. April, kündete die Stadtpolizei Zürich an, dass sie zwei eBikes probehalber mit Sirenen und Blaulicht austatten möchte. Was nach einem lauen Aprilscherz klang, war in der Tat keiner. Nun, ein Jahr später, liegen die Erkenntnisse aus der Testphase vor – und sämtliche eBikes der Stadtpolizei sollen mit Sirene und Blaulicht ausgerüstet werden.
Wer oft in der Stadt Velo fährt, den erstaunen die Resultate nicht: Die Wendigkeit der Polizei-eBikes erlaubt einen vielfältigen Einsatz. Oft ist man mit dem Velo schneller am Ziel als mit dem Auto. Gemäss Polizei konnten die eBikes teilweise auch Einsätze mit regulären Streifenwagen ersetzen – eine Erkenntnis, die auch die Stadtpolizei der Verkehrswende etwas näher bringt.
Im vergangenen Probejahr fuhr die Polizei zwar "nur" 74 Einsätze mit Blaulicht. Es bleibt zu hoffen, dass mit der weiteren Verbreitung der Polizei-eBikes noch mehr Einsätze mit Velos statt Streifenwagen gefahren werden können. Vielleicht helfen mehr Polizist:innen auf dem Drahtesel so auch das gegenseitigen Verständnis zwischen Polizei und Velofahrenden zu verbessern.
