Das Velo braucht kaum Budget. Es braucht Platz. Und genau das ist das Problem.
Eine Erinnerung zum heutigen Weltvelotag: Das Velo ist das einzige Verkehrsmittel, das gleichzeitig günstig, flächensparend, emissionsfrei und im Alltag effektiv ist. Trotzdem behandeln wir es in der Verkehrspolitik als Randnotiz. Nicht weil es an Potenzial fehlt, sondern weil es am falschen Ort scheitert: nicht am Geld, sondern an der Aushandlung im Raum.
🤑 ÖV ist – böse gesagt – grösstenteils käuflich. Neue Linie, neues Tram, neues Rollmaterial; wer bezahlt, bekommt Kapazität. Für das Velo braucht es keine Milliarden. Es braucht Platz, den heute jemand anders hat. Statt Geld braucht es einen unangenehmen Aushandlungsprozess, der heute vielerorts vermieden wird.
🚌 Dabei gibt es Orte, an denen der ÖV die Erreichbarkeit kaum ökonomisch sicherstellen kann: mittlere Distanzen, disperses Siedlungsmuster, Siedlungsränder. Genau dort könnte das Velo – und zunehmend das E-Bike – einen echten Unterschied machen.
Die Veloförderung bewerkstelligen wir nicht mit mehr Geld. Es braucht den politischen Wille, auf einer Strasse Platz umzuverteilen zugunsten des Gesamtverkehrssystems. Das ist unbequem. Trotzdem sollte man es angehen.
#verkehrswende
#mobilität
#weltfahrradtag
