Der Grimseltunnel könnte zum teuersten Fehler der Schweizer Verkehrspolitik…

Der Grimseltunnel könnte zum teuersten Fehler der Schweizer Verkehrspolitik werden. 🤑🚂

Während viele Bahnprojekte im Ausbauschritt 2035 sinnvoll sind, sticht ein Projekt negativ heraus: Der Grimseltunnel. Drei Gründe, warum Fachleute Alarm schlagen.

1️⃣ Nachfrage fehlt
Pendelbeziehungen zwischen Bern und Wallis? Praktisch inexistent – und der Furkatunnel zeigt auf, dass ein Tunnel dies nicht fundamental ändert. Für die grossen Tourismusachsen (Interlaken–Wallis, Interlaken–Davos/St-Moritz) bringt der Tunnel zudem keine relevanten Fahrzeitgewinne. Die Verbindungen Luzern–Goms und Interlaken–Andermatt würden deutlich profitieren. Das touristische Potenzial darauf dürfte überschaubar sein und andere Verbindungen kannibalisieren.

2️⃣ Kostenexplosion droht
Die anfangs versprochenen Synergien mit der Stromtrasse sind mittlerweile so marginal, dass sie bestenfalls noch als Verkaufsargument taugen. Und ohne substanzielle Pendelbeziehungen und mit geringer touristischer Nachfrage ist ein Kostendeckungsgrad unter 20% realistisch. Die Konsequenz: Der Bund zieht sich zurück, die Kantone müssten einspringen. Werden sie das tun?

3️⃣Politische Risiko
Der Grimseltunnel steht derart quer in der Landschaft, dass er die Akzeptanz des gesamten Ausbauschritts gefährden könnte. Ein unrentables Prestigeprojekt riskiert die Ablehnung auch der sinnvollen Projekte.

Das Fazit ist ernüchternd: Wird der Grimseltunnel gebaut, wird er für Jahrzehnte ein finanzieller Klotz am Bein der ganzen Schweiz. Das Parlament hat jetzt noch die Chance zu reagieren und Prioritäten richtig zu setzen.

Wie seht ihr das? Ist der Grimseltunnel zu retten – oder sollten wir die Ressourcen auf nachfragestarke Projekte konzentrieren?

(im Bild: grün – Pendelbeziehungen; rot: erwartete Achse mit Fahrzeitgewinnen)

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