Problematische Kampagne für ein problematisches Anliegen – heute ist der letzte…

Problematische Kampagne für ein problematisches Anliegen – heute ist der letzte Tag, um brieflich abzustimmen. 🗳️🚗

In den letzten Tagen ist in vielen Haushalten ein Flyer zur SVP-Mobilitätsinitiative gelandet: eine Mutter mit Kind, ein grosses «Tempo 30»-Schild und der Slogan «Ja zur Mobilität für alle». Die Darstellung suggeriert, die Initiative wolle Sicherheit und Lebensqualität bringen. Stattdessen schadet sie genau diesen am meisten. Sie schränkt Gemeinden ein, verhindert lokale Lösungen und blockiert eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik.

Stossend ist auch die Art der Kampagne: Argumente werden verdreht und Personen werben als "Mutter", "Verbandsmanager" oder "Polizist", ohne ihre politischen Funktionen offenzulegen.

➡️ Ein SVP-Kantonsrat gibt sich in einem als aktiver Kantonspolizist aus, obwohl er seit Oktober pensioniert ist. Die Kantonspolizei stellt klar: Das ist nicht ihre Position.

➡️ Eine FDP-Kantonsrätin posiert auf dem Flyer mit Kinderwagen. Auf dem Flyer tritt sie als Mutter auf. Doch Eltern wissen: Mit dieser Initiative gefährden sie ihr Kinder.

➡️ Der Titel der Initiative dürfte bewusst gewählt worden sein, um Verwirrung zu stiften. In der "Mobilitätsinitiative" geht es nicht um Mobilität, sondern um Autoverkehr.

Solche Kommunikationsstrategien tragen nicht zu einer ehrlichen Debatte bei. Die Frage um Tempo 30 verdient eine transparente, faktenbasierte Auseinandersetzung statt irreführender Symbolik und verschleierter Rollen.

💡 Damit Tempo 30 weiterhin den lokalen Bedürfnissen entsprechend angewendet werden kann, sollte die "Mobilitätsinitiative" deshalb abgelehnt werden.

PS: Es sieht nach einer hohen Stimmbeteiligung aus, in der Stadt Zürich haben bereits 28.3 Prozent ihr Stimme abgegeben. Jede Stimme zählt!

← Zurück zum Blog