Ohne Folklore-Fan zu sein: Hier muss man Mal den Hut ziehen. đ©
Mindestens eine Viertelmillion Menschen sind dieses Wochenende ins lĂ€ndliche Glarnerland zum ESAF 2025 Glarnerland+ gepilgert. Eine offensichtliche Herausforderung fĂŒr einen Kanton, der selbst nur rund 40'000 Einwohner:innen hat. Und fĂŒr dessen Verkehrsinfrastruktur, die kaum je eine solche Belastung erlebt hat. Trotzdem blieben am Samstag 3/4 der ParkplĂ€tze ungenutzt.
âïžWie das?
Die Strassen ins Tal beginnen ab ca. 35'000 Fahrzeugen zu kollabieren. So wĂŒrden dann auch Rettungsdienste im Stau stecken bleiben (im Vergleich: die grossen Osterstaus am Gotthard zĂ€hlen rund 40'000 Fahrzeuge pro Tag).
đą Wie das OK selbst die Wahl der Verkehrsmittel begrĂŒndet: "Warum wir hier das Auto nicht aufzĂ€hlen? Ganz einfach, weil wir dich bitten, möglichst nicht mit dem Auto anzureisen. Weil das Parkplatzangebot beschrĂ€nkt ist. Weil unser Talboden eng ist. Weil es geselligere Anreisemittel gibt. Weil ökologischere Transportmittel existieren. Und weil du eine Vielzahl an Alternativen nutzen kannst."
Gerade im lĂ€ndlichen Raum stehen die Alternativen nicht natĂŒrlicherweise zur VerfĂŒgung. Deshalb haben die Verantwortlichen kurzerhand einen temporĂ€ren Bahnhof gebaut und die Perrons eines anderen Bahnhofs provisorisch verlĂ€ngert. Zudem wurde mit einem ganzen Strauss an Massnahmen versucht, möglichst viele zum Anreisen ohne Auto zu bewegen (bspw. Anreise ausserhalb der Spitzenzeiten – oder ein riesiger Veloparkplatz, der dann auch gefĂŒllt wurde).
Das Fazit steht zwar noch aus, aber vorweg: Auch im lÀndlichen Raum sind nachhaltige Verkehrskonzepte möglich. Chapeau.
Ein erstes Fazit hat die BZ bereits gezogen: https://lnkd.in/eCJ7BXcX
#mobilitÀt
#veranstaltung
