Jedes Jahr zu Schulbeginn warnen Plakate vor freilaufenden Kindern. Und jedes Jahr frage ich mich dabei: Weshalb? Weshalb setzen wir nicht da an, wo langfristig etwas erreicht werden kann?
Denn diese Plakate sind zwar nett, sie lösen aber das Grundproblem nicht: Viele Schulwege sind zu gefährlich. Die Folge: Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr zu Fuss zur Schule gehen. Kinder verlieren so eine wichtige Möglichkeit zur selbstbestimmten Entwicklung.
Drei Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass es auch ganz anders ginge – und so langfristige Erfolge erzielt werden können, die nicht nur den Kindern helfen.
🚸 "Rues aux écoles" in Paris: Über 150 Strassen um Schulen hat Paris bereits für den Autoverkehr gesperrt. Die Strassen werden dabei laufend umgestaltet in einladende Fussgängerzonen. Der Charakter der Strassen vor den Schulen hat sich so deutlich verändert.
🏫 "Piazza Aperte" in Mailand: Rund 17 Schulen hatten Ideen eingereicht, wie der öffentliche Raum bei ihnen verbessert werden könnte. Die Stadt hat dabei neue Plätze geschaffen, wo vorher Verkehrsräume waren – das Bild unten stammt aus Mailand.
⛔ "Schoolstraten in den Niederlande: Dieses Konzept wäre relativ einfach umzusetzen und wird inzwischen von vielen Ländern kopiert. Dabei werden die Strassen um die
#Schule jeweils morgens und abends temporär gesperrt, damit Menschen zu Fuss oder mit dem Velo sicherer unterwegs sein können.
Mir wäre es lieber, wenn vermehrt auf die Plakate verzichtet werden könnte. Dafür investieren wir die Energie in länger anhaltende Mehrwerte – das hilft nicht nur der
#Bildung der Kinder, sondern auch der
#Verkehrswende.
