Dicke Post aus Paris: Mit überwältigender 90%-Mehrheit hat die Bevölkerung für ein Verbot geteilter eTrotti gestimmt. Bei einer Wahlbeteiligung von rund 7% ist das Resultat aber auch nicht zu überschätzen – dem Grossteil der Bevölkerung scheint das Thema schlicht egal zu sein.
Paris war Pionierstadt für die neue Mobilitätsform, bereits seit 2018 konnten die Trottis in der französischen Hauptstadt ausgeliehen werden. 2022 wurden rund 20 Millionen Fahrten auf geteilten eTrottis gezählt.
Paris gehört aber auch zu einer Pionierstadt, was die Regulierung anging: Schon früh versuchte die Stadt gegen die negativen Auswirkungen vorzugehen. Sie limitierte die Anzahl der Providers, führte hohe Bussen für das Fahren auf dem Trottoir ein und erlaubte das Abstellen nur noch auf vorgesehenen Parkplätzen.
Offensichtlich haben es die eTrotti-Verleiher trotzdem nie geschafft, das Vertrauen nach dem anfänglichen Chaos zurückzugewinnen. Was passiert jetzt? Ab August laufen die Verträge der Stadt Paris mit den Providern aus – diese werden nicht verlängert. Viele Menschen werden sich nachher wohl ein privates Trotti kaufen, denn diese bleiben erlaubt.
Von geteilter wieder zu privater Mobilität also – nicht gerade ein Schritt in Richtung
#Verkehrswende. Trotzdem eine Lehre: Ist das Vertrauen Mal weg, ist es kaum mehr gutzumachen. Deshalb sollten Regeln möglichst von Beginn weg vorhanden sein, um Chaos zu verhindern.
